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Illustration: Smartphone, Rundbürste und Schere auf Wolken

Website für Friseure: Was Online-Termine bringt und was sie kostet

Jede Online-Buchung ist ein Anruf weniger, den du mit nassen Händen annehmen musst. Hier steht, was deine Salon-Website dafür oben braucht und was sie kostet.

Von Lisanne, Online-Marketing-Expertinaktualisiert am

Kurz gesagt

Ganz oben gehört ein Knopf „Termin buchen“ hin, der auf jeder Seite sichtbar bleibt, dazu Öffnungszeiten und eine Telefonnummer zum Antippen. Fang mit zwei Dingen an: einer Preisliste mit Endpreisen und Umfang, etwa „Waschen, Schneiden, Föhnen“, und echten Fotos von Schnitten und Farben aus deinem Salon. Ein Baukasten kostet meist 10 bis 40 Euro im Monat plus Buchungssystem, eine Agentur oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, Angebote für Salons beginnen teils bei wenigen hundert Euro. Was bei Preisen, Kundenfotos und Ausfallgebühren gilt, steht weiter unten in Kürze.

Was Besucher zuerst suchen

Die meisten Besucher kennen deinen Salon schon vom Vorbeigehen, aus Instagram oder von Freundinnen. Sie suchen auf der Seite nicht nach Überzeugung, sondern nach dem schnellsten Weg zum Termin.

Wonach Kunden eines Salons suchenSuchanfragen pro Monat in Deutschland
Friseur in der Nähe
165.000
Friseur ohne Termin
3.600
Friseur Termin online
1.900
Friseur Preise
720
Friseur Sonntag geöffnet
390

Nach dem Weg zum Termin wird öfter gesucht als nach Preisen. Ob man online bucht oder ohne Termin kommen kann, gehört deshalb ganz nach oben. Quelle: Google Keyword Planner, Oktober 2026.

  • Termin buchen: ein Knopf, der auf jeder Seite oben steht.
  • Was kostet mein Schnitt? Eine Preisliste nach Leistung und Haarlänge, ohne Kleingedrucktes.
  • Öffnungszeiten, auch abends und samstags, und ob Termine ohne Anmeldung gehen.
  • Fotos von Schnitten und Farben, die bei dir entstanden sind, gern mit Hinweis auf die Technik, etwa Balayage oder Bob.
  • Wer schneidet: das Team mit Fotos und Spezialgebieten, damit man die richtige Person buchen kann.
  • Produkte, die du verwendest und verkaufst, wenn Kunden danach fragen.
  • Parken, Erreichbarkeit mit dem Kinderwagen und ob es einen stufenlosen Zugang gibt.

Anfragen, Termine und Buchungen

Im Salon zählt jede Minute am Stuhl. Jede Buchung, die nicht übers Telefon läuft, spart dir eine Unterbrechung mitten im Schnitt.

  • Online-Buchung mit Leistung, Mitarbeiterin und Uhrzeit. Halte die Liste der Leistungen kurz, sonst wird sie am Handy unübersichtlich.
  • Bindest du das Buchungssystem direkt ein und setzt es Cookies, die nicht nötig sind, brauchst du vorher die Einwilligung der Besucher. Ein Knopf, der auf die Buchungsseite führt, umgeht das Problem.
  • Telefonnummer zum Antippen für alle, die lieber anrufen, mit dem Hinweis, wann jemand rangeht.
  • Erinnerung am Tag vor dem Termin per SMS oder Mail. Wer erinnert wird, sagt eher ab, statt einfach nicht zu kommen.
  • Eine Warteliste für kurzfristig frei gewordene Termine, wenn dein Buchungssystem das kann.

Fotos und Texte

  • Fotografier fertige Frisuren am Fenster bei Tageslicht vor einer ruhigen Wand. Von hinten, von der Seite und im Detail bei Farben.
  • Zeig Vorher und nachher bei Farbe und Schnitt, mit Einwilligung, und ohne nachträglich zu schönen. KI-geschönte Ergebnisse wecken Erwartungen, die du am Stuhl nicht erfüllen kannst.
  • Stell das Team mit Foto und Spezialgebiet vor: „Lena, Farbe und Blondierungen“. Kundinnen buchen oft gezielt eine Person.
  • Schreib zu den wichtigsten Leistungen zwei Sätze: Was passiert, wie lange dauert es. „Balayage dauert bei langem Haar etwa drei Stunden“ hilft bei der Planung.
  • Zeig den Salon selbst. Wer neu ist, will wissen, ob es ruhig und hell oder laut und trendig zugeht.
  • Verweis auf Instagram, aber verlass dich nicht darauf. Die Website ist der Ort, den Google zuerst zeigt.

Website und Google-Profil verbinden

  • Trag im Google-Profil Website und Buchungslink ein. Google zeigt Links zur Terminvereinbarung als eigenen Knopf, je nach Kategorie.
  • Pflege im Profil deine Leistungen mit Preisen, gleich wie auf der Website.
  • Öffnungszeiten, Feiertage und Urlaub überall gleich, im Profil als besondere Öffnungszeiten.
  • Bitte zufriedene Kunden beim Bezahlen um eine Bewertung, etwa mit einem QR-Code an der Kasse.
  1. Website und Buchungslink eingetragen
  2. Leistungen mit Preisen, gleich wie auf der Website
  3. Öffnungszeiten, Feiertage und Urlaub überall gleich
  4. Beim Bezahlen um eine Bewertung bitten
Beispiel mit erfundenem Betrieb

QR-Code für Google-Bewertungen erstellen

Was die Website kostet

WegKosten, grobPasst, wenn
BaukastenMeist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, Buchungssystem extradu eine einfache Seite mit Preisliste und Buchungsknopf selbst pflegst
Agentur oder WebdesignerOft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig; Angebote für Salons beginnen teils bei wenigen hundert Eurodu mehrere Standorte, einen Verkauf von Produkten oder eine Akademie hast
Rundum-ServiceFester Betrag im Monat, Pflege und Änderungen enthaltenPreise, Team und Aktionen sich ändern und du am Stuhl stehst

Im Salon kommt fast immer ein Buchungssystem dazu, je nach Anbieter mit Monatsgebühr pro Mitarbeiterin oder mit Gebühr pro Buchung. Rechne es mit ein, und frag, ob das System Erinnerungen verschickt und eine Warteliste hat.

Pflichtangaben in Kürze

  • Impressum mit Name, Anschrift, E-Mail und Telefon, bei einer GmbH auch Geschäftsführer, Handelsregister und Umsatzsteuer-ID. Kammer und Handwerksordnung musst du nicht nennen, in Österreich kommen Wirtschaftskammer und Gewerbeordnung dazu.
  • Preise als Endpreise mit Umsatzsteuer und mit dem, was drin ist. Ab-Preise nur, wenn klar ist, wovon der Preis abhängt, etwa von der Haarlänge.
  • Kundenfotos mit erkennbarem Gesicht nur mit Einwilligung, am besten schriftlich für Website und Social Media. Mit dem Anbieter deines Buchungssystems schließt du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
  • Eine Ausfallgebühr gilt nur, wenn die Kundin ihr vor der Buchung zugestimmt hat, etwa per Häkchen im Buchungsablauf.
Tipp

Das ist keine Rechtsberatung. Was für jede Website gilt, auch in Österreich und der Schweiz, steht im Überblick.

Pflichtangaben für jede Website im Überblick

Häufige Fehler

  • Die Preisliste als Foto eines Aushangs, unscharf und am Handy nicht lesbar.
  • Preise ohne Umfang: „Damenhaarschnitt 39 Euro“, und Waschen und Föhnen kommen an der Kasse dazu.
  • Fotos von Kundinnen ohne Einwilligung oder mit KI nachgebessert.
  • Der Buchungsknopf führt in ein System mit 40 Leistungen, durch die sich niemand klicken will.
  • Öffnungszeiten, die auf Website, Google und Instagram verschieden sind.
  • Eine Ausfallgebühr in den Bedingungen, der die Kundin nie zugestimmt hat.

Checkliste

  • Buchungsknopf oben auf jeder Seite
  • Preisliste mit Endpreisen und Umfang
  • Öffnungszeiten, auch abends und samstags
  • Team mit Fotos und Spezialgebieten
  • Echte Fotos, Einwilligung der Kunden
  • Buchungssystem mit Auftragsverarbeitung
  • Ausfallregel vor der Buchung bestätigt
  • Impressum und Datenschutzerklärung
  • Google-Profil mit Buchungslink und Preisen

Häufige Fragen

Muss ich als Friseur Preise auf meine Website schreiben?

Pflicht ist es nicht. Wenn du Preise nennst, dann als Endpreise mit Umsatzsteuer und mit dem Umfang der Leistung. Kunden erwarten eine Preisliste, und sie spart dir viele Fragen am Telefon.

Darf ich Fotos meiner Kundinnen auf die Website stellen?

Mit ihrer Einwilligung ja. Ist das Gesicht erkennbar, verlangen das Recht am eigenen Bild und die DSGVO eine Zustimmung, am besten schriftlich. Fotos vom Hinterkopf ohne Gesicht sind einfacher und zeigen den Schnitt oft sogar besser.

Darf ich eine Ausfallgebühr verlangen?

Nur, wenn die Kundin der Regel vor der Buchung zugestimmt hat, etwa durch Bestätigung im Buchungsablauf. Eine Gebühr, die nur in Bedingungen steht, die niemand gesehen hat, lässt sich kaum durchsetzen.

Was kostet eine Website für einen Friseursalon?

Mit Baukasten meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, dazu das Buchungssystem. Agenturen nehmen oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, manche Angebote für Salons beginnen bei wenigen hundert Euro.

Passt dazu

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