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Website für kleine Unternehmen: was Kunden bringt und was sie kostet

Eine gute Website macht aus Besuchern am Handy Anrufe, Buchungen und Anfragen. Hier steht, was dafür oben hingehört, was sie kostet und was deine Branche zusätzlich braucht.

Von Jakob, Online-Marketing-Experteaktualisiert am

Ratgeber nach Branche

Was Besucher in den ersten Sekunden sehen wollen

Die meisten Besucher kommen vom Handy, oft direkt aus Google Maps. Sie wollen in wenigen Sekunden wissen, ob sie bei dir richtig sind. Alles andere lesen sie erst danach, wenn überhaupt.

  • Was du anbietest, in einem Satz und in ihren Worten, nicht in Fachsprache.
  • Wo du bist oder in welchem Gebiet du arbeitest.
  • Wie sie dich erreichen: eine Telefonnummer zum Antippen, ein kurzes Formular oder eine Buchung.
  • Echte Fotos von dir, deinem Team und deiner Arbeit.
  • Öffnungszeiten oder wann du zurückrufst.

Was eine Website kostet

WegKosten, grobWas du selbst machst
BaukastenMeist etwa 10 bis 40 Euro im Monat für ein Paket mit eigener Domain und ohne fremde WerbungAlles: Texte, Fotos, Aufbau, Pflichtangaben und jede Änderung
Agentur oder WebdesignerOft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, Pflege und Änderungen kosten meist extraInhalte liefern, Entwürfe abnehmen, später Änderungen beauftragen
Rundum-Service mit MonatspreisEin fester Betrag im Monat, in dem Bau, Pflege und Änderungen enthalten sindFotos schicken und sagen, was sich ändert

Der größte Kostenpunkt ist selten der Bau. Teuer wird eine Website, die nach zwei Jahren veraltet ist: falsche Öffnungszeiten, alte Preise, Fotos von früher. Rechne deshalb mit, wer die Seite aktuell hält und was eine Änderung kostet.

Pflichtangaben für jede Website

Die Pflichtangaben sind schnell erledigt, wenn du einmal weißt, was dazugehört. Meist ist es eine Impressum-Seite, eine Datenschutzerklärung und ein Blick auf deine Preise.

WasWas gilt
Impressum in DeutschlandName, Anschrift, E-Mail und ein zweiter schneller Kontaktweg wie das Telefon, Register und Registernummer, Umsatzsteuer-ID, falls vorhanden. Brauchst du für deine Arbeit eine Erlaubnis, nennst du die Behörde, die sie erteilt hat. Bei Kammerberufen kommen Kammer, Berufsbezeichnung und Berufsregeln dazu.
Impressum in ÖsterreichName, Anschrift, E-Mail, Firmenbuch, Aufsichtsbehörde, Kammer und Berufsrecht, UID. Dazu die Offenlegung: Bei einer kleinen Website reichen Name, Unternehmensgegenstand und Sitz.
Angaben in der SchweizKlare Angaben zur Identität, eine Kontaktadresse und eine gültige E-Mail-Adresse, sobald du online Waren oder Leistungen anbietest.
DatenschutzerklärungWer welche Daten wofür verarbeitet, etwa aus dem Kontaktformular. Formulare nur über eine verschlüsselte Verbindung (https).
Einwilligung für CookiesFür eingebettete Karten, Videos und Statistik brauchst du vorher die Einwilligung. Was für die Seite technisch nötig ist, braucht keine.
PreiseNennst du Privatkunden Preise, dann den Gesamtpreis mit Umsatzsteuer und allen festen Bestandteilen.

Zwei Änderungen übersehen viele: Der Link zur EU-Plattform für Online-Streitbeilegung gehört nicht mehr ins Impressum, denn die Plattform wurde am 20. Juli 2025 abgeschaltet. Und wer am 31. Dezember des Vorjahres mehr als zehn Beschäftigte hatte, muss auf der Website sagen, ob er an Verbraucherschlichtung teilnimmt.

Seit dem 28. Juni 2025 müssen Dienstleistungen, die Verbraucher online abschließen, barrierefrei sein. Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Gut lesbar und am Handy bedienbar sollte deine Seite trotzdem sein.

Tipp

Das ist keine Rechtsberatung. Kammern, Innungen und Verbände prüfen für ihre Mitglieder oft kostenlos, ob das Impressum stimmt.

Was je nach Branche dazukommt

Eine Zahnarztpraxis mit Kassenzulassung nennt im Impressum ihre Kammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung. Ein Makler nennt die Behörde, die seine Erlaubnis erteilt hat, und braucht in jeder Objektanzeige die Angaben aus dem Energieausweis. Eine Ferienwohnung muss die Endreinigung in den Preis rechnen. Solche Regeln stehen in den Ratgebern oben, neben dem, was in deiner Branche Anrufe und Buchungen bringt.

Häufige Fragen

Braucht ein kleines Unternehmen überhaupt eine Website?

Pflicht ist sie nicht. Aber wer dich bei Google findet, will Leistungen, Preise, Fotos und einen Kontaktweg sehen. Ein Google-Profil und Instagram helfen, die Website ist der Ort, den du selbst bestimmst und der dir bleibt.

Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?

Mit einem Baukasten meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat plus deine Zeit. Eine Agentur nimmt oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, Änderungen extra. Ein Rundum-Service kostet einen festen Monatsbetrag mit Pflege und Änderungen.

Was muss ins Impressum?

In Deutschland Name, Anschrift, E-Mail, ein zweiter schneller Kontaktweg, Register und Umsatzsteuer-ID, falls vorhanden. Bei Kammerberufen und erlaubnispflichtigen Tätigkeiten kommen Kammer, Berufsbezeichnung oder Aufsichtsbehörde dazu.

Muss der Link zur OS-Plattform noch ins Impressum?

Nein. Die EU hat die Plattform für Online-Streitbeilegung am 20. Juli 2025 abgeschaltet. Ein alter Link führt ins Leere und sollte raus. Hast du wegen des Links eine Unterlassungserklärung abgegeben, klär das vorher mit einem Anwalt.

Muss meine Website barrierefrei sein?

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt für Dienstleistungen, die Verbraucher online abschließen. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Umsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Gut lesbar sollte die Seite trotzdem sein.

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