
Website für deine Ferienwohnung: Was Direktbuchungen bringt und was sie kostet
Jede Direktbuchung über deine eigene Website spart dir die Provision des Portals, oft ein zweistelliger Prozentsatz. Hier steht, was die Seite dafür braucht und was sie kostet.
Von Jessica, Social-Media-Expertinaktualisiert am
Kurz gesagt
Ganz oben gehören hin: ein Belegungskalender, der sich mit den Portalen abgleicht, der Preis für den ganzen Aufenthalt und ein Knopf zum Buchen oder Anfragen. Fang mit zwei Dingen an: Fotos von jedem Raum, auch vom Bad, und einem Grund, direkt zu buchen, etwa kein Portalaufschlag oder Brötchen am ersten Morgen. Ein Baukasten kostet meist 10 bis 40 Euro im Monat, ein Buchungskalender oft extra; schon wenige Direktbuchungen im Jahr können das decken. Beim Preis übersehen viele eine Regel: Endreinigung und Bettwäsche gehören hinein, mehr dazu weiter unten in Kürze.
Was Besucher zuerst suchen
Gäste vergleichen. Meist haben sie deine Wohnung schon auf einem Portal gesehen und schauen nun, ob sie direkt günstiger oder einfacher buchen können. Sie brauchen dieselben Antworten, nur übersichtlicher.
- Ferienwohnung mit Hund
- 6.600
- Ferienwohnung privat
- 3.600
- Ferienwohnung Last Minute
- 2.400
- Ferienwohnung direkt vom Vermieter
- 110
Gäste suchen nach Ausstattung und Zeitraum. Ob Hunde willkommen sind und was frei ist, gehört deshalb gut sichtbar auf deine Seite. Quelle: Google Keyword Planner, Oktober 2026.
- Ist mein Zeitraum frei? Ein Kalender, der sich mit den Portalen abgleicht, damit es keine Doppelbuchungen gibt.
- Was kostet es für uns, alles inklusive? Ein Preisrechner oder eine klare Tabelle nach Saison und Personenzahl.
- Wie sieht es aus? Fotos von jedem Raum, auch Bad, Küche und Blick aus dem Fenster.
- Wo genau? Lage mit Entfernungen zu Strand, Lift, Altstadt, Bäcker und Bahnhof.
- Was ist da? WLAN, Parkplatz, Waschmaschine, Kinderbett, Hund erlaubt, Ladesäule.
- Wer ist der Gastgeber? Ein Foto und zwei Sätze schaffen Vertrauen, das ein Portal nicht hat.
- Wie läuft Anreise und Schlüsselübergabe, und wie sind die Stornoregeln?
Anfragen, Termine und Buchungen
Ob Gäste sofort fest buchen oder erst anfragen, entscheidest du. Beides funktioniert, solange der Gast weiß, wann er eine Antwort bekommt.
- Direktbuchung mit Kalender und Bezahlung, wenn du mehrere Wohnungen oder viel Wechsel hast. Das spart Mails, kostet aber eine Monatsgebühr für das System. Mit dem Anbieter schließt du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, denn er speichert die Daten deiner Gäste.
- Anfrageformular mit Zeitraum, Personen, Kindern mit Alter und Hund, wenn du dir deine Gäste lieber selbst aussuchst. Schreib dazu: „Antwort innerhalb von 24 Stunden.“
- Kalender-Abgleich mit den Portalen, auf denen du außerdem stehst. Fast jedes Portal kann Belegung als Kalenderdatei austauschen.
- Telefon oder WhatsApp für Stammgäste, die lieber kurz schreiben.
- Ein Grund, direkt zu buchen: etwa kein Portalaufschlag, früheres Ankommen oder Brötchen am ersten Morgen.
Fotos und Texte
- Fotografier jeden Raum bei Tageslicht, aufgeräumt, aus der Ecke heraus. Dazu ein Foto vom Bad, auch wenn es klein ist. Gäste, die das Bad nicht sehen, vermuten das Schlimmste.
- Zeig die Umgebung: Blick vom Balkon, der Weg zum See, der Bäcker um die Ecke. Das verkauft oft mehr als das Sofa.
- Schreib eine ehrliche Ausstattungsliste, auch was fehlt, etwa „kein Aufzug, 3. Stock“. Enttäuschte Gäste schreiben schlechte Bewertungen.
- Schreib eine Hausinfo für die Zeit nach der Buchung: Anreise, Schlüsselbox, Mülltrennung, WLAN. Auf einer versteckten Seite oder als PDF für die Buchungsbestätigung.
- Zeig Bewertungen aus Portalen nur mit Quelle und so, wie sie dort stehen. Ausgewählte Lobsätze ohne Quelle wirken unglaubwürdig.

Website und Google-Profil verbinden
- Eine einzelne Ferienwohnung bekommt kein eigenes Google-Profil. Googles Richtlinien schließen zu vermietende Immobilien wie Ferienwohnungen ausdrücklich aus; ein Vermietungsbüro, das du bestätigen kannst, ist dagegen erlaubt.
- Hast du ein solches Büro oder eine Pension mit Empfang, trag dort die Website und einen Link zum Buchen ein. Er bringt Gäste direkt in deinen Kalender statt auf ein Portal.
- Ohne eigenes Profil bringt dich die Website selbst nach vorn: ein Seitentitel mit Ort und Art der Unterkunft, etwa „Ferienwohnung am See in Musterdorf“, und eine Seite pro Wohnung.
- Verlink deine Website auf der Seite deiner Tourist-Information und, wo es erlaubt ist, in deinen Portal-Profilen.
Was die Website kostet
| Weg | Kosten, grob | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Baukasten | Meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, Buchungskalender oft extra | du eine oder zwei Wohnungen hast und Anfragen per Mail beantwortest |
| Agentur oder spezialisierter Anbieter | Oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, Buchungssystem mit Monatsgebühr dazu | du mehrere Einheiten mit Direktbuchung und Bezahlung anbieten willst |
| Rundum-Service | Fester Betrag im Monat, Pflege und Änderungen enthalten | Preise, Saisonzeiten und Angebote sich ändern und du keine Zeit für die Seite hast |
Rechne die Website gegen die Provision. Portale behalten pro Buchung einen Anteil ein, der je nach Portal und Vertrag meist im zweistelligen Prozentbereich liegt. Schon wenige Direktbuchungen im Jahr können die Kosten einer eigenen Seite decken.
Pflichtangaben in Kürze
- Der Preis ist der, den der Gast wirklich zahlt: mit Endreinigung, Bettwäsche, Handtüchern und pauschalen Nebenkosten. Getrennt nennen darfst du die Endreinigung nur, wenn der Gast selbst putzen darf, Nebenkosten nur bei Abrechnung nach Zähler. Sag, für wie viele Personen der Preis gilt, und nenn Saisonzeiten mit Daten.
- Die Kurtaxe nennst du getrennt, mit Betrag pro Person und Nacht direkt beim Preis. In Österreich heißt sie je nach Bundesland Ortstaxe oder Tourismusabgabe, in der Schweiz Kurtaxe.
- In Berlin und Hamburg gehört die Registriernummer in jede Anzeige, auch auf deine Website. Andere Städte haben eigene Regeln, frag bei deiner Gemeinde.
- Ein Impressum brauchst du auch als Privatperson, sobald du über die Website vermietest. Stornobedingungen müssen vor der Buchung zu lesen sein, denn bei festen Daten gibt es kein Widerrufsrecht.
Das ist keine Rechtsberatung. Was für jede Website gilt, auch in Österreich und der Schweiz, steht im Überblick.
Häufige Fehler
- „Ab 59 Euro pro Nacht“, und die Endreinigung über 80 Euro steht erst in der Buchungsbestätigung.
- Ein Kalender, der nicht mit den Portalen abgeglichen wird. Eine Doppelbuchung kostet mehr als jede Provision.
- Saisonpreise ohne Zeiträume oder Preise ohne Angabe, für wie viele Personen sie gelten.
- Die Registriernummer fehlt, obwohl deine Stadt sie in jeder Anzeige verlangt.
- Fotos aus dem Jahr der Renovierung, die nicht mehr zur Einrichtung passen.
- Stornobedingungen, die erst nach der Buchung auftauchen.
Checkliste
- Belegungskalender mit Portal-Abgleich
- Endpreis inklusive Endreinigung und Bettwäsche
- Kurtaxe gesondert mit Betrag
- Preis pro Personenzahl, Saisonzeiten mit Daten
- Registriernummer, wo verlangt
- Fotos von jedem Raum und der Umgebung
- Stornobedingungen vor der Buchung sichtbar
- Impressum und Datenschutzerklärung
- Grund für Direktbuchung genannt
Häufige Fragen
Lohnt sich eine eigene Website neben Airbnb und Co.?
Meist ja, wenn du Stammgäste hast. Jede Direktbuchung spart die Provision des Portals. Wichtig sind ein Kalender ohne Doppelbuchungen und ein ehrlicher Endpreis.
Muss die Endreinigung im Preis meiner Ferienwohnung enthalten sein?
Ja, wenn der Gast sie zahlen muss. Sie ist dann Teil des Endpreises, so verlangt es die Preisangabenverordnung. Getrennt nennen darfst du sie nur, wenn der Gast selbst putzen darf.
Gehört die Kurtaxe in den Endpreis?
Der Deutsche Tourismusverband empfiehlt, die Kurtaxe gesondert aufzuführen, weil sie eine Abgabe der Gemeinde und kein Teil des Mietpreises ist. Nenn den Betrag pro Person und Nacht direkt neben dem Preis.
Brauche ich als privater Vermieter ein Impressum?
Ja, wenn du die Wohnung über deine Website gegen Geld anbietest. Dann ist die Seite ein geschäftsmäßiges Angebot und braucht Name, Anschrift, E-Mail und einen zweiten Kontaktweg.
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