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Illustration: Smartphone, Salatschüssel und Besteck auf Wolken

Website für Restaurants: Was Reservierungen bringt und was sie kostet

Gäste öffnen deine Website, um die Karte zu sehen, zu prüfen, ob heute offen ist, und einen Tisch zu bekommen. Schafft die Seite das in zehn Sekunden, reservieren sie.

Von Jessica, Social-Media-Expertinaktualisiert am

Kurz gesagt

Ganz oben gehören hin: ob heute geöffnet ist, Ruhetag, Küchenzeiten, Adresse und ein Knopf zum Reservieren. Fang mit zwei Dingen an: der Speisekarte als Text statt PDF, mit Endpreisen und Allergenen, und dem Reservierungslink im Google-Profil, wo Google ihn als eigenen Knopf zeigt. Ein Baukasten kostet meist 10 bis 40 Euro im Monat plus Reservierungssystem, eine Agentur oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig; teurer als der Bau wird meist die Pflege der Karte. Was bei Preisen und Allergenen Pflicht ist, steht weiter unten in Kürze.

Was Besucher zuerst suchen

Die meisten Besucher stehen schon halb vor der Tür oder planen den Abend. Sie lesen keine Geschichte des Hauses, bevor sie die Karte gesehen haben.

  • Heute offen? Öffnungszeiten, Ruhetag und Küchenzeiten getrennt, denn die Küche schließt oft früher.
  • Die Speisekarte mit Preisen, am Handy lesbar ohne Zoomen.
  • Ein Weg zum Tisch: Reservierungsknopf oder Telefonnummer zum Antippen.
  • Wo genau, mit Parkmöglichkeit oder nächster Haltestelle.
  • Fotos von Gerichten und vom Gastraum, damit man weiß, ob es eher Feierabendbier oder Jahrestag ist.
  • Vegetarisch, vegan, glutenfrei: kurze Kennzeichnung direkt an den Gerichten.
  • Mittagstisch, Wochenkarte, Frühstück oder Brunch mit Zeiten, wenn du so etwas anbietest.
  • Feiern und Gruppen: Plätze, Räume, Menüvorschläge und wer Ansprechpartner ist.

Anfragen, Termine und Buchungen

In der Gastronomie ist der Kontakt fast immer eine Reservierung, eine Bestellung oder eine Anfrage für eine Feier. Jede hat ihren eigenen Weg.

  • Reservierung über ein System, das auch am Handy in drei Schritten fertig ist: Datum, Personen, Uhrzeit.
  • Telefon zum Antippen für alle, die lieber anrufen, mit den Zeiten, in denen jemand rangeht.
  • Ein eigenes Formular für Feiern und Firmenessen mit Anlass, Datum, Personenzahl und Budget pro Person.
  • Abholung und Lieferung über deine Seite, wenn du sie anbietest. Bestellungen über eigene Seiten kosten keine Plattform-Provision.
  • Gutscheine online verkaufen, vor allem im Dezember. Ein Link „Gutschein schenken“ in der Kopfzeile reicht.
  • Tickets für Kochkurs, Silvestermenü oder Brunch mit festem Datum. Gäste können sie nicht widerrufen, schreib deine Stornoregeln trotzdem klar dazu, das erspart Diskussionen.

Fotos und Texte

  • Die Speisekarte als Text auf der Seite, nicht als PDF oder Foto. Text lädt schneller, lässt sich am Handy lesen und wird von Google gefunden.
  • Halte die Karte aktuell. Ein Gericht, das es nicht mehr gibt, oder ein alter Preis enttäuscht Gäste schon vor dem Besuch.
  • Fotografier deine Gerichte bei Tageslicht am Fenster, von schräg oben, auf deinem echten Geschirr. KI-Bilder von Gerichten, die es so nicht gibt, führen zu Enttäuschung und können irreführend sein.
  • Zeig den Gastraum zu verschiedenen Zeiten: hell am Mittag, gemütlich am Abend, die Terrasse im Sommer.
  • Erzähl in wenigen Sätzen, wer kocht und was dir wichtig ist, etwa woher Fleisch und Gemüse kommen.
  • Wochenkarte oder Mittagstisch jede Woche neu. Das ist auch der Inhalt, den Stammgäste regelmäßig nachschauen.
Foto: Tagesgericht am Fenster bei Tageslicht, schnell mit dem Handy fotografiert
Bei Tageslicht am Fenster, bevor es rausgeht: So sehen Gäste, was wirklich auf den Tisch kommt.

Website und Google-Profil verbinden

  • Trag im Google-Profil Website, Speisekarten-Link und Reservierungslink ein. Google zeigt Links zum Reservieren und Bestellen als eigene Knöpfe; pro Art sind mehrere möglich, einer lässt sich als bevorzugt markieren.
  • Öffnungszeiten im Profil und auf der Website müssen gleich sein. Feiertage, Betriebsferien und Sonderöffnungen trägst du im Profil als besondere Öffnungszeiten ein.
  • Lade eigene Fotos von Gerichten und Gastraum hoch. Sonst bestimmen die Handyfotos deiner Gäste den ersten Eindruck.
  • Antworte auf Bewertungen freundlich und kurz, auch auf kritische. Viele Gäste lesen die Antworten genauso wie die Bewertungen.
  1. Website, Speisekarten-Link und Reservierungslink eingetragen
  2. Öffnungszeiten wie auf der Website, Feiertage als besondere Öffnungszeiten
  3. Eigene Fotos von Gerichten und Gastraum
  4. Auf Bewertungen freundlich und kurz antworten
Beispiel mit erfundenem Betrieb

QR-Code für Google-Bewertungen erstellen

Was die Website kostet

WegKosten, grobPasst, wenn
BaukastenMeist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, Reservierungssystem extradu die Karte selbst pflegst und es bei einer Seite mit Karte, Zeiten und Fotos bleibt
Agentur oder WebdesignerOft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, Änderungen an der Karte meist extradu mehrere Standorte, einen Bestellbereich oder viel Eventgeschäft hast
Rundum-ServiceFester Betrag im Monat, Pflege und Änderungen enthaltensich Karte, Mittagstisch und Zeiten oft ändern

In der Gastronomie ist die laufende Pflege teurer als der Bau. Eine Wochenkarte, die jede Woche neu auf die Seite muss, kostet bei einer Agentur schnell mehr als die Seite selbst. Reservierungssysteme kosten je nach Anbieter eine Monatsgebühr oder einen Betrag pro Gast.

Pflichtangaben in Kürze

  • Preise auf der Karte immer als Endpreise mit Umsatzsteuer, auch in Österreich und der Schweiz. Ein Pflicht-Zuschlag für Bedienung oder Gedeck gehört in den Preis, bei Getränken steht die Menge dabei, etwa 0,3 l.
  • Die 14 Hauptallergene müssen schriftlich oder elektronisch verfügbar sein, in der Karte oder als Liste, in Österreich genauso. „Fragen Sie unser Personal“ reicht nur, wenn dahinter eine schriftliche Liste liegt und du darauf hinweist.
  • Verkaufst du Essen online zum Abholen oder Liefern, zeigst du die Allergene vor dem Absenden der Bestellung, nicht erst auf der Tüte.
  • Reservierungssysteme, Karten und Videos, die Cookies setzen, laden erst nach Einwilligung. Mit dem Anbieter des Reservierungssystems schließt du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Tipp

Das ist keine Rechtsberatung. Was für jede Website gilt, auch in Österreich und der Schweiz, steht im Überblick.

Pflichtangaben für jede Website im Überblick

Häufige Fehler

  • Die Speisekarte als PDF mit 8 MB, die am Handy ewig lädt und nicht gelesen werden kann.
  • Preise ohne Umsatzsteuer oder mit Zuschlägen, die erst auf der Rechnung auftauchen.
  • Öffnungszeiten auf der Website, im Google-Profil und an der Tür, die nicht zusammenpassen.
  • Kein Hinweis auf Allergene oder der Satz „Fragen Sie unser Personal“ ohne schriftliche Liste dahinter.
  • Ein Reservierungsknopf, der auf ein Formular führt, auf das niemand antwortet.
  • Musik oder Video, die beim Öffnen von selbst starten.

Checkliste

  • Öffnungszeiten, Ruhetag und Küchenzeiten oben
  • Speisekarte als Text mit Endpreisen
  • Allergene an den Gerichten oder als Liste
  • Reservierungsknopf und Telefon zum Antippen
  • Fotos von Gerichten und Gastraum
  • Anfrage für Feiern und Gruppen
  • Impressum, Datenschutzerklärung, Einwilligung für Karten
  • Google-Profil mit Karten- und Reservierungslink

Häufige Fragen

Muss ich auf meiner Restaurant-Website Allergene angeben?

Wenn Gäste über die Website bestellen, ja, und zwar vor dem Absenden der Bestellung. Für das Essen im Lokal müssen die Allergene schriftlich oder elektronisch verfügbar sein, etwa in der Karte. Auf der Website schadet die Angabe nie und spart Nachfragen.

Darf ich die Speisekarte als PDF hochladen?

Erlaubt ist es, aber unpraktisch. Ein PDF lädt am Handy langsam, ist schwer lesbar und wird von Google schlechter erfasst. Eine Karte als Text auf der Seite ist für Gäste und Suchmaschinen besser.

Was kostet eine Website für ein Restaurant?

Mit Baukasten meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat plus deine Zeit, mit Agentur oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig. Dazu kommen ein Reservierungssystem und die laufende Pflege der Karte, die in der Gastronomie den größten Aufwand macht.

Brauche ich als Café eine eigene Website?

Für Laufkundschaft reicht oft das Google-Profil. Sobald du Frühstück, Kuchen auf Bestellung, Feiern oder Gutscheine anbietest, hilft eine Seite mit Karte, Zeiten und Anfrageweg, und sie gehört dir statt einer Plattform.

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