Zum Inhalt springen
Illustration: Laptop auf einer Werkbank, daneben Hammer und Zollstock

Website für Handwerker: Was Anfragen bringt und was sie kostet

Eine gute Handwerker-Website holt Anfragen rein, während du auf der Baustelle stehst, mit Fotos vom Schaden und Rückrufnummer. Hier steht, was dafür oben hingehört und was sie kostet.

Von Jakob, Online-Marketing-Experteaktualisiert am

Kurz gesagt

Ganz oben gehören hin: was du machst, in welchen Orten, eine Telefonnummer zum Antippen und ein Anfrageformular, in das Kunden Fotos laden können. Fang mit zwei Dingen an: sechs echte Baustellenfotos aus deiner Gegend und dem Eintrag der Website in deinem Google-Profil. Ein Baukasten kostet meist 10 bis 40 Euro im Monat plus deine Abende, eine Agentur oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig. Fürs Impressum reichen in den meisten Gewerken die üblichen Angaben, die Pflichtangaben stehen weiter unten in Kürze.

Was Besucher zuerst suchen

Wer einen Handwerker sucht, hat meist ein Problem: Die Heizung ist kalt, das Dach tropft, das Bad soll neu. Er prüft in Sekunden, ob du die Arbeit machst, ob du in seinen Ort kommst und wie schnell er dich erreicht.

  • Welche Arbeiten du machst, aufgezählt in Kundensprache: „Heizung tauschen“ statt „Wärmeerzeugeranlagen“.
  • Dein Einsatzgebiet mit Orten oder Postleitzahlen, damit niemand aus 80 Kilometern Entfernung anfragt.
  • Ob es einen Notdienst gibt und unter welcher Nummer, gut sichtbar ganz oben.
  • Fotos von echten Baustellen aus der Region, am besten mit Ort und Art der Arbeit.
  • Ob du Meisterbetrieb oder Innungsmitglied bist, aber nur, wenn es stimmt.
  • Ein grober Rahmen für Standardarbeiten, etwa die Heizungswartung als Festpreis oder „Badsanierung meist in drei Wochen“. Wer ungefähr weiß, worauf er sich einlässt, ruft eher an.
  • Wann du zurückrufst und wann es einen Termin gibt. „Rückruf am selben Werktag“ nimmt viel Unruhe raus.
  • Offene Stellen. Viele Besucher sind keine Kunden, sondern Gesellen und Azubis aus der Gegend.

Anfragen, Termine und Buchungen

Im Handwerk kommen die meisten Aufträge über einen Anruf oder eine kurze Anfrage mit Fotos. Mach beides so einfach wie möglich und frag nur, was du für einen ersten Preisrahmen brauchst.

  • Telefonnummer als Link, damit sie am Handy mit einem Fingertipp wählt. Notdienst getrennt und deutlich.
  • Ein Anfrageformular mit wenigen Feldern: Art der Arbeit, Ort, Wunschzeitraum, Rückrufnummer und ein Feld für Fotos. Ein Foto vom alten Heizkessel oder vom Wasserfleck spart dir eine Besichtigung.
  • Ein WhatsApp-Knopf, wenn du dort ohnehin schnell antwortest. Nenn ihn in der Datenschutzerklärung.
  • Eine kurze Bestätigung nach jeder Anfrage, etwa „Danke, wir melden uns bis morgen 12 Uhr“. Dann wartet der Kunde auf dich, statt den Nächsten anzurufen.
  • Für Wartung und Kundendienst ein fester Termin im Jahr, zum Beispiel „Heizungswartung im Sommer buchen“.
  • Eine eigene Seite „Stellen“ mit Ansprechpartner, Telefonnummer und dem Satz „Bewerbung per WhatsApp reicht“.

Fotos und Texte

  • Zeig fertige Arbeiten aus deiner Gegend: das neue Bad in Musterstadt, das gedämmte Dach in der Nachbargemeinde. Ein Satz zu jedem Bild reicht: Was war das Problem, was hast du gemacht, wie lange hat es gedauert.
  • Vorher und nachher wirkt im Handwerk stark. Fotografier vom selben Standpunkt aus, im Querformat und bei Tageslicht.
  • Frag Kunden, bevor du ihr Haus mit Hausnummer zeigst. Sind Menschen erkennbar, brauchst du ihre Einwilligung; bei deinen Mitarbeitern genauso.
  • Zeig dein Team mit Namen und Gesicht. Kunden lassen lieber jemanden ins Haus, den sie schon einmal gesehen haben.
  • Schreib für jede Hauptleistung einen eigenen Abschnitt mit den Fragen, die du am Telefon ständig hörst, etwa „Wie lange dauert ein Badumbau?“ oder „Muss ich während der Arbeiten ausziehen?“.
  • Keine Bilder aus Bildarchiven mit lächelnden Darstellern im Blaumann. Ein ehrliches Handyfoto von der Baustelle wirkt besser.
Foto: frisch fertiggestelltes Bad mit Werkzeug und Kartons, am Tag der Abnahme fotografiert
Ein echtes Foto vom fertigen Bad aus deiner Gegend sagt mehr als jedes Bild aus einem Bildarchiv.

Website und Google-Profil verbinden

  • Trag deine Website im Google-Profil ein und nutze dort genau denselben Namen, dieselbe Adresse und dieselbe Telefonnummer wie im Impressum.
  • Empfängst du keine Kunden in der Werkstatt, kannst du im Profil statt der Adresse ein Einzugsgebiet angeben. Nenn auf der Website dieselben Orte.
  • Lade dieselben Baustellenfotos auch ins Profil. Neue Bilder zeigen Google und Kunden, dass der Betrieb aktiv ist.
  • Verlink auf der Website deine Google-Bewertungen und bitte zufriedene Kunden direkt nach der Abnahme um eine Bewertung, zum Beispiel mit einem QR-Code auf der Rechnung.
  1. Website eingetragen, Name, Adresse und Telefon wie im Impressum
  2. Einzugsgebiet statt Adresse, wenn keine Kunden in die Werkstatt kommen
  3. Dieselben Baustellenfotos wie auf der Website
  4. Nach der Abnahme um eine Bewertung bitten
Beispiel mit erfundenem Betrieb

QR-Code für Google-Bewertungen erstellen

Was die Website kostet

WegKosten, grobPasst, wenn
BaukastenMeist etwa 10 bis 40 Euro im Monat plus deine Abendedu gern am Rechner sitzt und Texte und Fotos selbst pflegst
Agentur oder WebdesignerOft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, Änderungen meist extradu eine größere Seite mit vielen Leistungen und Stellenanzeigen brauchst
Rundum-ServiceFester Betrag im Monat mit Pflege und Änderungendu keine Zeit hast und die Seite trotzdem aktuell sein soll

Im Handwerk treiben drei Dinge den Preis: viele einzelne Leistungsseiten, ein Formular mit Feld für Fotos und ein Bereich für Stellen. Plane auch ein, wer neue Referenzfotos einstellt. Eine Seite, deren neuestes Projekt drei Jahre alt ist, wirkt wie ein Betrieb, der nichts mehr zu tun hat.

Pflichtangaben in Kürze

  • Impressum mit Name, Anschrift, E-Mail und Telefon, bei einer GmbH auch Geschäftsführer, Handelsregister und Umsatzsteuer-ID, im Fuß jeder Seite.
  • Die Handwerkskammer musst du nur in Gesundheitshandwerken nennen, etwa als Augenoptiker, Hörakustiker oder Zahntechniker. Bezirksschornsteinfeger und Büchsenmacher nennen zusätzlich die Behörde, die sie zugelassen hat.
  • Hast du eine Berufshaftpflicht, nenn Versicherer, Anschrift und Geltungsbereich. Im Impressum ist das für alle Kunden auf einmal erledigt.
  • Preise für Privatkunden immer mit Umsatzsteuer. Eine feste Anfahrtspauschale rechnest du ein, eine nach Entfernung nennst du direkt daneben.
Tipp

Das ist keine Rechtsberatung. Was für jede Website gilt, auch in Österreich und der Schweiz, steht im Überblick.

Pflichtangaben für jede Website im Überblick

Häufige Fehler

  • Nur eine Facebook-Seite statt einer eigenen Website. Wer kein Facebook nutzt, sieht dort wenig, und du bestimmst nicht, was angezeigt wird.
  • Die Telefonnummer steht nur als Bild im Kopf der Seite und lässt sich am Handy nicht antippen.
  • Kein Einsatzgebiet. Dann rufen Leute von weit weg an, und Kunden aus dem Nachbarort sind unsicher, ob du kommst.
  • Ein veraltetes Impressum mit dem Link zur EU-Plattform für Online-Streitbeilegung. Die gibt es seit dem 20. Juli 2025 nicht mehr.
  • Google Maps oder ein Video ist eingebettet und lädt, bevor der Besucher eingewilligt hat. Ein Klick-Platzhalter „Karte anzeigen“ löst das.
  • Formular-Anfragen landen in einem Postfach, das niemand liest, und der Kunde ruft drei Tage später den Nächsten an.

Checkliste

  • Leistungen in Kundensprache
  • Einsatzgebiet mit Orten
  • Telefonnummer zum Antippen, Notdienst getrennt
  • Anfrageformular mit Foto-Feld
  • Mindestens sechs echte Referenzfotos
  • Impressum vollständig, ohne Link zur OS-Plattform
  • Berufshaftpflicht-Angaben, falls vorhanden
  • Datenschutzerklärung und Einwilligung für Karten und Videos
  • Seite für offene Stellen
  • Website im Google-Profil eingetragen

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für Handwerker?

Mit einem Baukasten meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, dazu deine Zeit. Eine Agentur nimmt oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig, Änderungen meist extra. Ein Rundum-Service kostet einen festen Monatsbetrag, in dem Pflege und Änderungen enthalten sind.

Reicht ein Google-Profil statt einer Website?

Für den ersten Anruf manchmal ja. Für größere Aufträge wie ein neues Bad wollen Kunden aber Referenzen, Abläufe und das Team sehen, und Bewerber suchen nach deinen Stellen. Beides passt auf eine Website, nicht ins Profil.

Muss die Handwerkskammer ins Impressum?

Nur bei Gesundheitshandwerken wie Augenoptiker, Hörakustiker oder Zahntechniker. Dort nennst du Kammer, Berufsbezeichnung, Deutschland und die Handwerksordnung. Alle anderen Betriebe dürfen die Kammer freiwillig nennen. So steht es im Merkblatt des Zentralverbands des Deutschen Handwerks vom Juni 2025.

Muss ich meine Berufshaftpflicht auf der Website angeben?

Wenn du eine hast, ja: Name und Anschrift des Versicherers und wo die Versicherung gilt. Du darfst das auch erst im Angebot mitteilen. Im Impressum ist es aber für alle Kunden auf einmal erledigt.

Passt dazu

Fiona, deine Marketing-Managerin

Deine Website bleibt aktuell, auch wenn du keine Zeit hast.

  • Fiona kümmert sich um Website, Google-Profil und Social Media
  • Nach deiner Freigabe stellt sie Neues auf deine Website und auf 11 Plattformen
  • Du schreibst ihr per WhatsApp, in der Fiona-App oder im Browser
Kostenlose Einführung buchen30 Minuten per Video, unverbindlich