
Website für Maler: Was Aufträge bringt und was sie kostet
Malerkunden entscheiden mit den Augen: Sie wollen eine Fassade wie ihre fertig sehen, bevor sie anrufen. Hier steht, wie deine Website daraus Anfragen macht und was sie kostet.
Von Jessica, Social-Media-Expertinaktualisiert am
Kurz gesagt
Ganz oben gehören hin: Fotos fertiger Arbeiten, sortiert nach Wohnräumen, Fassaden, Tapeten und Lackierarbeiten, dein Einsatzgebiet und eine Telefonnummer zum Antippen. Fang mit zwei Dingen an: einem Formular, in das Kunden Fotos und die ungefähre Fläche eintragen, und einem kurzen Ablauf vom Abdecken bis zur Endreinigung, denn Dreck in der Wohnung ist die größte Sorge. Ein Baukasten kostet meist 10 bis 40 Euro im Monat, eine Agentur oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig. Die Pflichtangaben sind schnell erledigt und stehen weiter unten in Kürze.
Was Besucher zuerst suchen
Malerkunden sind sehr verschieden: die Familie, die vor dem Einzug streichen lässt, der Mieter, der zur Wohnungsübergabe fertig sein muss, die Hausverwaltung mit dem Treppenhaus. Alle fragen sich zuerst, ob du ihre Art von Arbeit machst und wie bald.
- Fotos fertiger Räume und Fassaden, nach Art der Arbeit sortiert, nicht als eine lange Galerie.
- Ob du auch kurzfristig vor einer Wohnungsübergabe oder einem Einzug kommst.
- Welche Arbeiten außer Streichen dazugehören: Tapezieren, Spachteltechnik, Lackieren von Türen und Fenstern, Bodenbeläge, Fassadendämmung.
- Ob du in bewohnten Räumen sauber arbeitest. Abdecken, Möbel rücken und Endreinigung sind für viele die größte Sorge.
- Ein grober Preisrahmen oder wenigstens, wie dein Angebot zustande kommt. Schreib bei Beispielpreisen dazu, was drinsteckt: wie viele Anstriche, welche Farbe, ob Spachteln dabei ist.
- Für Hausverwaltungen und Firmen: dass du Treppenhäuser, Büros und Gewerbeflächen machst und Termine außerhalb der Geschäftszeiten möglich sind.
Anfragen, Termine und Buchungen
Für ein Malerangebot brauchst du Flächen, Zustand und Termin. Vieles davon kann der Kunde dir vorab schicken, dann wird die Besichtigung kurz oder fällt ganz weg.
- Ein Formular mit den Feldern: Art der Arbeit, Anzahl der Räume oder ungefähre Fläche, bewohnt oder leer, Wunschtermin, Ort und Fotos.
- Ein Hinweis, wie Kunden Flächen grob schätzen: Raumumfang mal Raumhöhe, minus Fenster und Türen. Das spart Rückfragen.
- Für Fassaden ein eigener Weg mit der Frage nach Gerüst, Stockwerken und Untergrund, denn diese Anfragen sind größer und planbarer.
- Telefon und WhatsApp für kurze Fragen. Viele schicken lieber drei Fotos als eine lange Beschreibung.
- Für Hausverwaltungen eine Seite mit Ansprechpartner und dem Hinweis, dass du Rahmenverträge machst.
Fotos und Texte
- Sortier deine Referenzen in Gruppen: Wohnräume, Treppenhäuser, Fassaden, Tapeten und Techniken, Türen und Fenster. Ein Kunde mit einer grauen Fassade will graue Fassaden sehen.
- Fotografier fertige Räume bei Tageslicht, mit einer geraden Wand im Bild und ohne Weitwinkel-Verzerrung. Farbe sieht auf dem Handy schnell anders aus als in echt.
- Nenn bei Farbtönen den Namen oder die Nummer aus dem Farbfächer. Kunden fragen oft genau danach.
- Vorher und nachher aus demselben Blickwinkel überzeugt bei Fassaden und alten Holzfenstern besonders.
- Schreib, wie ein Auftrag bei dir abläuft: Besichtigung, Angebot, Abdecken, Arbeiten, Endreinigung, Abnahme. Das beantwortet die Sorge um Dreck in der Wohnung, bevor sie jemand ausspricht.
- Fassadenarbeiten werden oft im Winter für das Frühjahr geplant. Ein kurzer Text „Jetzt Termine für Fassaden im Frühjahr anfragen“ ab Januar bringt Anfragen in die ruhige Zeit.

Website und Google-Profil verbinden
- Wähl im Google-Profil die passende Kategorie, etwa Malerbetrieb, und trag deine Website ein. Name, Adresse und Telefon wie im Impressum.
- Lade Referenzfotos ins Profil, gern dieselben wie auf der Website. Vorher-nachher-Paare werden dort oft angesehen.
- Arbeitest du ohne Ladengeschäft, gib ein Einzugsgebiet an und nenn dieselben Orte auf der Website.
- Bitte zufriedene Kunden nach der Abnahme um eine Bewertung und zeig die besten Stimmen auf deiner Seite, mit Vornamen und Ort, wenn sie einverstanden sind.

Maler Fröhlich
Geöffnet · Schließt um 16:30
Vorher und nachher: Treppenhaus in der Gartenstraße, gestrichen in vier Tagen.
- Kategorie Malerbetrieb und Website eingetragen
- Referenzfotos, gern als Vorher-nachher-Paare
- Einzugsgebiet mit denselben Orten wie auf der Website
- Nach der Abnahme um eine Bewertung bitten
Was die Website kostet
| Weg | Kosten, grob | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Baukasten | Meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, dazu deine Zeit für Fotos und Texte | du eine einfache Seite mit wenigen Leistungen willst und Referenzen selbst einstellst |
| Agentur oder Webdesigner | Oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig; Angebote für Malerbetriebe beginnen teils unter 1.000 Euro | du viele Referenzgalerien, eine Seite für Hausverwaltungen und Stellenanzeigen brauchst |
| Rundum-Service | Fester Betrag im Monat, Pflege und Änderungen enthalten | neue Referenzen laufend auf die Seite sollen, ohne dass du dich darum kümmerst |
Bei Malern lohnt sich vor allem eine Seite, die regelmäßig neue Bilder bekommt. Eine einmalig gebaute Seite mit zwölf Fotos von 2021 bringt weniger als eine einfache Seite, auf der jeden Monat zwei neue Arbeiten erscheinen.
Pflichtangaben in Kürze
- Impressum mit Name, Anschrift, E-Mail und Telefon, bei einer GmbH auch Geschäftsführer, Handelsregister und Umsatzsteuer-ID. Kammer und Handwerksordnung musst du als Maler nicht nennen, du darfst aber.
- Quadratmeterpreise für Privatkunden mit Umsatzsteuer. Was immer anfällt, etwa das Abdecken, steckt im Preis, was je nach Auftrag dazukommt, steht daneben. Für Hausverwaltungen und Firmen darfst du netto nennen, in einem klar getrennten Bereich.
- „Malermeister“ oder „Meisterbetrieb“ nur, wenn du die Meisterprüfung hast oder ein Meister den Betrieb fachlich leitet.
- Fotos aus Kundenwohnungen nur nach Rückfrage, erkennbare Menschen nur mit ihrer Einwilligung. In Österreich nennst du im Impressum zusätzlich Wirtschaftskammer und Gewerbeordnung.
Das ist keine Rechtsberatung. Was für jede Website gilt, auch in Österreich und der Schweiz, steht im Überblick.
Häufige Fehler
- Eine einzige Galerie mit 80 Bildern ohne Beschriftung. Niemand scrollt sich durch, um die eine passende Fassade zu finden.
- Bilder aus Bildarchiven mit perfekt gestrichenen Musterwohnungen. Kunden merken das und fragen sich, was du wirklich kannst.
- Quadratmeterpreise ohne Umsatzsteuer für Privatkunden oder ohne Hinweis, was enthalten ist.
- „Meisterbetrieb“ auf der Seite, obwohl die Meisterin längst nicht mehr im Betrieb ist.
- Keine Aussage zu Sauberkeit und Abdecken, obwohl das die häufigste Sorge in bewohnten Wohnungen ist.
- Eingebettete Karten oder Videos ohne vorherige Einwilligung.
Checkliste
- Referenzen nach Art der Arbeit sortiert
- Ablauf eines Auftrags in fünf Schritten
- Einsatzgebiet und Telefonnummer zum Antippen
- Formular mit Fläche, Zustand, Termin und Fotos
- Preise für Privatkunden mit Umsatzsteuer
- Titel nur, wenn sie stimmen
- Impressum und Datenschutzerklärung
- Seite für Hausverwaltungen und Firmen
- Website im Google-Profil, Fotos dort auch
Häufige Fragen
Was muss auf die Website eines Malerbetriebs?
Leistungen, Einsatzgebiet, Referenzfotos nach Art der Arbeit, Telefonnummer und ein Anfrageformular mit Foto-Feld. Rechtlich ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Kammer und Handwerksordnung sind für Maler nicht Pflicht.
Darf ich Quadratmeterpreise auf meine Website schreiben?
Ja. Für Privatkunden müssen sie die Umsatzsteuer enthalten. Kosten, die immer anfallen, gehören in den Preis, und was je nach Auftrag dazukommt, steht klar daneben. Schreib auch dazu, was der Preis umfasst, etwa zwei Anstriche mit weißer Dispersionsfarbe.
Was kostet eine Website für Maler?
Mit einem Baukasten meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat plus deine Zeit. Agenturen nehmen oft 1.000 bis 5.000 Euro, manche Angebote für Malerbetriebe liegen unter 1.000 Euro. Wichtig ist, wer neue Referenzen einstellt.
Darf ich Fotos aus Kundenwohnungen zeigen?
Mit Erlaubnis des Kunden ja. Sind Personen erkennbar, brauchst du deren Einwilligung. Achte darauf, dass keine privaten Fotos, Briefe oder Hausnummern im Bild sind.
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