
Website für Fotografen: Was aus einer schönen Mappe Buchungen macht
Kunden verlieben sich in deinen Stil, buchen aber nach Preis, freiem Datum und Vertrauen. Hier steht, wie deine Website alle drei zeigt, schnell lädt und was sie kostet.
Von Darian, Social-Media-Experteaktualisiert am
Kurz gesagt
Ganz oben gehören hin: deine besten Bilder zu dem Anlass, den der Besucher sucht, also Hochzeit, Familie oder Bewerbung getrennt, und ein Weg zur Anfrage mit dem Datum als erstem Feld. Fang mit zwei Dingen an: Paketen mit Preisen, mindestens als ab-Preis, und Bildern in Webgröße, damit die Seite am Handy nicht lahmt. Ein Baukasten kostet meist 10 bis 40 Euro im Monat, eine Agentur oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig. Was bei Porträts und Preisen gilt, steht weiter unten in Kürze.
Was Besucher zuerst suchen
Ein Brautpaar, eine Personalabteilung und eine junge Familie suchen ganz verschiedene Fotografen. Jeder will in Sekunden sehen, ob du genau seine Art von Bildern machst.
- Fotograf in der Nähe
- 12.100
- Hochzeitsfotograf
- 9.900
- Familienfotos
- 2.400
- Bewerbungsfotos in der Nähe
- 1.900
- Babyfotos
- 1.000
Gesucht wird nach dem Anlass. Sortier deine Mappe deshalb nach Hochzeit, Familie, Bewerbung und Baby. Quelle: Google Keyword Planner, Oktober 2026.
- Bilder zum eigenen Anlass: Hochzeit, Familie, Neugeborene, Bewerbung, Firmenporträts, Produkte. Nicht alles gemischt.
- Dein Stil auf einen Blick: hell und natürlich oder dunkel und dramatisch, Studio oder draußen.
- Was es kostet, mindestens als „ab“-Preis pro Paket mit Leistungsumfang.
- Ob du am Wunschdatum frei bist, gerade bei Hochzeiten Monate im Voraus.
- Wie viele Bilder man bekommt, wann und in welcher Form: Galerie im Netz, Datei, Abzüge.
- Wer du bist. Bei Porträts und Hochzeiten bucht man einen Menschen, nicht nur eine Kamera.
Anfragen, Termine und Buchungen
Fotografen-Anfragen sind fast immer an ein Datum oder eine Frist gebunden. Je schneller du antwortest, desto eher wirst du gebucht, denn oft fragt das Brautpaar bei fünf Fotografen gleichzeitig an.
- Ein Anfrageformular mit Anlass, Datum, Ort, Personenzahl und Budget. Das Datum zuerst, denn ohne freien Termin ist der Rest egal.
- Ein Kalender für kurze Termine wie Bewerbungsfotos oder Porträts im Studio, direkt buchbar.
- Ein Kennenlerngespräch per Video für Hochzeiten und größere Aufträge.
- Eine Antwortzeit, die du halten kannst, etwa „Antwort innerhalb eines Werktags“.
- Für Firmen eine eigene Seite mit Ansprechpartner, Rechnung auf Firma und Nutzungsrechten.
Fotos und Texte
- Weniger ist mehr: 15 bis 25 starke Bilder pro Anlass wirken besser als 200. Wechsle sie aus, wenn neue bessere dazukommen.
- Exportiere Bilder für die Website in Webgröße, etwa 2.000 Pixel an der langen Kante, als WebP oder stark komprimiertes JPEG. Originale mit 20 MB machen die Seite am Handy unbrauchbar.
- Zeig ganze Geschichten, nicht nur Einzelbilder: eine Hochzeit vom Ankleiden bis zum Tanz, ein Firmentermin vom Team bis zum Detail.
- Schreib kurze Texte zu jedem Anlass: Wie läuft das Shooting ab, wie lange dauert es, was soll man anziehen. Diese Fragen suchen Kunden auch bei Google.
- Stell dich mit Foto vor, gern von einer Kollegin aufgenommen.
- Gib Kundengalerien einen Passwortschutz und lösch sie nach einer vereinbarten Frist.
Website und Google-Profil verbinden
- Hast du ein Studio, in dem du Kunden empfängst, trag es mit Adresse ins Google-Profil ein. Fotografierst du nur vor Ort beim Kunden, gib ein Einzugsgebiet an.
- Trag die Website und einen Link zum Buchen ein, wenn du Termine online anbietest.
- Lade eine Auswahl deiner Bilder ins Profil, sortiert nach Anlass, und füg regelmäßig neue hinzu.
- Bitte Kunden nach Lieferung der Bilder um eine Bewertung. Gerade bei Hochzeiten lesen Paare die Bewertungen sehr genau.

Fotostudio Kornblume
Geöffnet · Schließt um 18:00 · Termine nach Vereinbarung
Neu im Profil: Bilder aus drei Familienshootings im Herbst, gezeigt mit Einwilligung der Familien.
- Studio mit Adresse oder ein Einzugsgebiet
- Website und Link zum Buchen eingetragen
- Bilder nach Anlass, regelmäßig neue
- Nach der Bildlieferung um eine Bewertung bitten
Was die Website kostet
| Weg | Kosten, grob | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Baukasten für Fotografen | Meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, Kundengalerien und Verkauf von Abzügen teils extra | du deine Mappe selbst pflegst und gern an Gestaltung tüftelst |
| Agentur oder Webdesigner | Oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig | du mehrere Bereiche wie Hochzeit, Firma und Studio mit eigenem Auftritt brauchst |
| Rundum-Service | Fester Betrag im Monat, Pflege und Änderungen enthalten | neue Arbeiten regelmäßig auf die Seite sollen, ohne dass du nach Feierabend daran sitzt |
Bei Fotografen kosten nicht die Seiten, sondern die Bilder Aufwand: auswählen, verkleinern, beschriften. Plane Zeit dafür ein oder jemanden, der es übernimmt. Galerien für Kunden und der Verkauf von Abzügen kosten bei vielen Anbietern extra.
Pflichtangaben in Kürze
- Impressum mit Name, ladungsfähiger Anschrift, E-Mail und einem zweiten schnellen Kontaktweg, auch wenn du von zu Hause arbeitest. Die Handwerkskammer musst du als Fotograf nicht nennen.
- Erkennbare Personen nur mit Einwilligung, schriftlich und mit dem Zweck Website und Social Media, bei Kindern von den Eltern, in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Widerruft jemand, nimmst du das Bild von der Seite.
- Preise für Privatkunden als Endpreise mit Umsatzsteuer und allem, was immer anfällt, etwa Anfahrt bis 30 Kilometer. Als Kleinunternehmer schreibst du dazu, dass keine Umsatzsteuer berechnet wird; für Firmen darfst du auf einer eigenen Seite netto nennen.
- Galerien, Videos oder Schriften von fremden Servern laden erst, wenn der Besucher eingewilligt hat.
Das ist keine Rechtsberatung. Was für jede Website gilt, auch in Österreich und der Schweiz, steht im Überblick.
Häufige Fehler
- Bilder in voller Auflösung, die am Handy Sekunden laden. Viele Besucher sind weg, bevor das erste Bild steht.
- Porträts von Kunden ohne schriftliche Einwilligung, oft weil es „ja klar war“.
- Keine Preise, nicht einmal ab-Preise. Viele Anfragen kommen dann von Leuten mit ganz anderem Budget.
- Alles auf einer Seite: Hochzeit, Hund, Produkt, Landschaft. Der Kunde erkennt nicht, wofür du stehst.
- Ein Kontaktformular ohne Feld für das Datum, und die erste Rückfrage kostet einen Tag.
- Schriften oder Galerien von fremden Servern, die ohne Einwilligung laden.
Checkliste
- Mappe nach Anlass, 15 bis 25 Bilder je Bereich
- Bilder in Webgröße, schnell am Handy
- Pakete mit Endpreisen oder ab-Preisen
- Anfrage mit Datum zuerst
- Einwilligung jeder erkennbaren Person schriftlich
- Impressum und Datenschutzerklärung
- Vorstellung mit eigenem Foto
- Google-Profil mit Bildern und Website-Link
Häufige Fragen
Darf ich Fotos meiner Kunden auf meine Website stellen?
Nur mit ihrer Einwilligung. Das Recht am eigenen Bild und die DSGVO verlangen sie für erkennbare Personen. Halte sie schriftlich fest, mit dem Zweck Website und Social Media, bei Kindern von den Eltern.
Sollte ich als Fotograf Preise auf meine Website schreiben?
Ja, mindestens ab-Preise pro Paket. Das filtert Anfragen mit ganz anderem Budget heraus. Für Privatkunden nennst du die Preise mit Umsatzsteuer; als Kleinunternehmer schreibst du dazu, dass keine berechnet wird.
Muss die Handwerkskammer in mein Impressum?
Nein. Fotografen sind ein zulassungsfreies Handwerk. Kammer und Handwerksordnung im Impressum verlangt das Gesetz nur von Gesundheitshandwerken wie Augenoptikern oder Hörakustikern.
Was kostet eine Website für Fotografen?
Mit einem Baukasten meist etwa 10 bis 40 Euro im Monat, Kundengalerien und Verkauf von Abzügen teils extra. Eine Agentur nimmt oft 1.000 bis 5.000 Euro einmalig. Den meisten Aufwand machen Auswahl und Aufbereitung der Bilder.
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