
Werbung für Bestatter: sichtbar sein, ohne aufdringlich zu werden
Im Trauerfall entscheidet eine Familie in wenigen Stunden, welchem Bestatter sie vertraut. Hier steht, wie du dann gefunden wirst und im Ort bekannt bist, ohne aufdringlich zu sein.
Von Jakob, Online-Marketing-Experteaktualisiert am
Kurz gesagt
Rund 12.100 Mal im Monat wird in Deutschland nach „Bestatter in der Nähe“ gesucht, 4.400 Mal nach „Was kostet eine Beerdigung“ (Google Keyword Planner, Oktober 2026). Wer dann eine Rufnummer für Tag und Nacht, ehrliche Preisbeispiele und Bewertungen findet, ruft an.
- Bestatter in der Nähe
- 12.100
- Was kostet eine Beerdigung
- 4.400
- Bestattungsvorsorge
- 2.400
- Bestattung Kosten
- 1.900
- Was tun im Todesfall
- 1.300
Nach den Kosten wird oft gesucht. Ehrliche Preisbeispiele auf der Website beantworten die Frage, die sich viele am Telefon nicht zu stellen trauen. Quelle: Google Keyword Planner, Oktober 2026.
Bekannt wirst du vorher: über Vorsorge-Abende, ein Trauercafé, die Zusammenarbeit mit dem Hospiz und ruhige Bilder von Haus und Team. Werbung, die informiert statt anpreist, ist erlaubt und passt zu deinem Beruf. Tabu ist nur, Trauernde von dir aus anzusprechen.
Welche Werbung sich lohnt
Die Entscheidung für einen Bestatter fällt oft in wenigen Stunden, meist durch erwachsene Kinder oder Partner. Sie fragen Familie und Nachbarn, rufen den Bestatter an, der schon die Großeltern begleitet hat, oder suchen bei Google. Deine Werbung muss deshalb vor allem im Ort präsent und im Ernstfall sofort erreichbar sein.

Bestattungen Rosenthal
Geöffnet · Telefon Tag und Nacht · Büro bis 17:00
Vorsorge-Abend am Donnerstag um 19 Uhr: Was muss ich regeln, was kostet das? Anmeldung per Telefon.
- Rufnummer für Tag und Nacht ganz oben, jede Woche geprüft
- Echte Fotos von Haus und Abschiedsraum
- Termine wie Vorsorge-Abende als Beitrag
- Auf Bewertungen ruhig und ohne Details antworten
| Kanal | Was es bringt | Kosten | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Google-Profil | Erreichbarkeit im Trauerfall, Weg zum Haus, Bewertungen | kostenlos | 10 Minuten pro Woche: Erreichbarkeit prüfen, Antworten |
| Website mit Kosten, Ablauf und Telefonnummer | Familien vorbereiten, Vertrauen vor dem ersten Anruf | Baukasten ab etwa 20 Euro im Monat, Agentur oft mehrere Tausend Euro | einmal aufsetzen, Preise jährlich prüfen |
| Vorsorge-Abende, Vorträge, Tag der offenen Tür | Ältere Menschen und ihre Kinder kennenlernen, bevor es nötig ist | Raum, Kaffee, Einladung in der Lokalzeitung | zwei- bis viermal im Jahr |
| Facebook und Instagram | Das Haus, das Team und die Abschiedsräume zeigen; Vorsorge erklären | kostenlos | ein ruhiger Beitrag pro Woche |
| Lokalzeitung, Gemeindeblatt, Vereine | Bekanntheit im Ort, oft bei der älteren Zielgruppe | grob 50 bis 400 Euro je Anzeige, je nach Blatt | gelegentlich |
| Zusammenarbeit mit Hospiz, Trauergruppen, Friedhofsgärtnern | Vertrauen und gegenseitige Hinweise, ohne Provision | Spenden oder Unterstützung bei Veranstaltungen | Beziehung pflegen |
Wann Werbung am besten wirkt
| Wann | Anlass | Idee |
|---|---|---|
| Frühjahr | Grabpflege und Bepflanzung | Beitrag zur Grabgestaltung mit dem Friedhofsgärtner |
| Zweiter Samstag im Oktober | Welthospiztag | Hospizverein unterstützen und darüber berichten |
| 1. und 2. November | Allerheiligen, Allerseelen | Einladung zu einer Andacht oder ein stiller Beitrag zum Gedenken |
| November | Volkstrauertag, Totensonntag | Trauercafé oder Gedenkfeier für die Familien des Jahres |
| Advent | Erste Weihnachten ohne einen Menschen | Einladung zu einem Abend für Trauernde, ohne Verkauf |
Ideen, die wenig kosten
- Schreib auf deine Website, was eine Bestattung bei dir kostet, mit drei Beispielen. Das ist die Frage, die sich viele nicht trauen zu stellen.
- Stell dein Team vor, mit Foto und einem Satz. Familien wollen wissen, wer ihren Menschen begleitet.
- Zeig deine Abschiedsräume, ruhig und hell fotografiert. Das nimmt Angst vor dem ersten Besuch.
- Lade zu einem Vorsorge-Abend ein: Was muss ich regeln, was kostet das, was können meine Kinder übernehmen?
- Biete ein Trauercafé an, einmal im Monat, mit einer Trauerbegleiterin. Das ist kein Verkauf, aber man kennt dich.
- Halte die Rufnummer für Tag und Nacht im Google-Profil ganz oben und prüfe sie jede Woche.

Deine Werbewoche in 30 Minuten
Montag: Erreichbarkeit prüfen
Rufnummer, Öffnungszeiten, Feiertage im Google-Profil und auf der Website.
Mittwoch: ein ruhiger Beitrag
Team, Haus, eine Frage zur Vorsorge oder ein Gedanke zur Trauer.
Donnerstag: Bewertungen beantworten
Dankbar und knapp, ohne Namen oder Details zum Trauerfall.
Einmal im Monat: Termin ankündigen
Vorsorge-Abend oder Trauercafé im Profil, in der Zeitung und im Gemeindeblatt.
Typische Fehler
- Humorvolle oder schrille Kampagnen, die online viral gehen und im Ort verletzen.
- Familien unaufgefordert ansprechen oder anrufen, auch über Dritte.
- Keine Preisangaben auf der Website. Dann rufen Familien beim Bestatter an, der Preise nennt.
- Ein Google-Profil ohne Rufnummer für den Notfall oder mit falschen Zeiten.
- Fotos von Trauerfeiern ohne ausdrückliche Zustimmung.
Rechtlich in Kürze
- Für Bestatter gibt es kein eigenes Werbegesetz. Sachliche Werbung, Preise, Vorsorge und Veranstaltungen sind erlaubt.
- Trauernde sprichst du nicht von dir aus an, besuchst oder rufst sie nicht an. Das gilt als unzumutbare Belästigung. Lass dir Familien auch nicht gegen Provision von Pflegekräften oder Kliniken zuführen.
- Fotos von Verstorbenen, Angehörigen und Trauerfeiern nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Familie, im Zweifel gar nicht.
Das ist ein Überblick und keine Rechtsberatung. Gesetze und Berufsordnungen ändern sich. Wenn du unsicher bist, frag deine Kammer, deinen Verband oder einen Anwalt.
Häufige Fragen
Dürfen Bestatter Werbung machen?
Ja, sachlich wie andere Betriebe auch. Verboten ist, Trauernde von dir aus anzusprechen, zu besuchen oder anzurufen.
Wie macht man als Bestatter Werbung, ohne pietätlos zu wirken?
Informieren statt anpreisen: Team und Haus zeigen, Kosten offen nennen, Vorsorge erklären, Trauercafés und Vorträge anbieten. Humor und schrille Motive bringen Aufmerksamkeit, aber selten Vertrauen.
Sollte ich Preise für Bestattungen online angeben?
Ja, als ehrliche Spanne mit Beispielen. „Bestattung Kosten“ wird oft gesucht, und Familien rufen eher dort an, wo sie vorher eine Vorstellung bekommen haben.
Lohnt sich Social Media für Bestatter?
Ja, vor allem Facebook für die ältere Zielgruppe und Instagram für Vorsorge und Einblicke ins Haus. Ein ruhiger Beitrag pro Woche reicht.
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