
Werbung für dein Restaurant: was wirklich Gäste bringt
Die meisten Gäste entscheiden spontan auf dem Handy, oft kurz vor dem Essen. Hier steht, wie dein Restaurant genau dann gefunden wird und wie Stammgäste wiederkommen.
Von Darian, Social-Media-Experteaktualisiert am
Kurz gesagt
„Restaurant in der Nähe“ wird in Deutschland rund 673.000 Mal im Monat gesucht, „Frühstück in der Nähe“ 90.500 Mal (Google Keyword Planner, Oktober 2026). Bei diesen Suchen zeigt Google zuerst die Karte mit den Profilen. Wer dort Speisekarte, gute Fotos und beantwortete Bewertungen findet, kommt.
- Restaurant in der Nähe
- 673.000
- Frühstück in der Nähe
- 90.500
- Brunch in der Nähe
- 14.800
- Mittagstisch in der Nähe
- 6.600
- Restaurant reservieren
- 480
Gesucht wird nach der Nähe und nach dem Anlass. Bietest du Frühstück, Brunch oder Mittagstisch an, gehört das ins Google-Profil. Quelle: Google Keyword Planner, Oktober 2026.
Die Nachbarschaft hält dich unter der Woche voll, über Instagram, die Tafel vor der Tür und den Mittagstisch für Büros. Fang mit zwei Dingen an: Speisekarte als Text und richtige Öffnungszeiten ins Google-Profil, und jede Woche ein echtes Foto vom Teller. Bezahlte Anzeigen brauchst du erst, wenn das läuft.
Welche Werbung sich lohnt
Ein Restaurant lebt von zwei Gruppen: Gäste aus der Nachbarschaft, die wiederkommen sollen, und Gäste, die spontan suchen, etwa Touristen oder Geschäftsleute. Die einen erreichst du über Social Media, Tafel und Mittagstisch, die anderen über Google und Bewertungen.
| Kanal | Was es bringt | Kosten | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Google-Profil | Spontane Gäste, Reservierungen, Anrufe, Wegbeschreibung | kostenlos | 15 Minuten pro Woche: Fotos, Speisekarte, Antworten |
| Instagram und Facebook | Stammgäste erinnern, neue Gerichte zeigen, Abende mit Programm füllen | kostenlos, Anzeigen mit kleinem Tagesbudget im Umkreis möglich | zwei bis drei Beiträge pro Woche, Storys täglich möglich |
| Tafel oder Aufsteller vor der Tür | Laufkundschaft, Tagesgericht, Mittagstisch | grob 30 bis 150 Euro einmalig | täglich zwei Minuten |
| Mittagstisch-Karte für Büros und Betriebe in der Nähe | Feste Mittagsgäste unter der Woche | Druck für wenige Euro | einmal pro Woche verteilen oder mailen, mit Einwilligung |
| Kooperation mit Hotels, Theater, Vereinen | Gäste, die eine Empfehlung suchen; Gruppen und Feiern | kostenlos oder kleines Dankeschön | einmal im Jahr ansprechen |
| Lieferportale | Bestellungen von zu Hause | Provision je Bestellung, oft ein spürbarer Teil des Bestellwerts | Karte pflegen, Bewertungen beantworten |
Wann Werbung am besten wirkt
| Wann | Anlass | Idee |
|---|---|---|
| Januar | Ruhige Wochen nach den Feiertagen | Neue Karte, leichte Gerichte, Mittagstisch-Angebot |
| Februar | Valentinstag | Menü für zwei, Reservierungen zwei Wochen vorher ankündigen |
| April bis Juni | Spargel, Terrasse, Muttertag | Erster Terrassentag als Beitrag, Muttertagsmenü |
| Sommer | Biergarten, Grill, Urlauber | Öffnungszeiten im Profil anpassen, Ferienkarte für Touristen |
| Herbst | Kürbis, Pilze, Wild, Martinsgans | Saisonkarte mit Datum, ab wann es sie gibt |
| November und Dezember | Weihnachtsfeiern, Gutscheine, Silvester | Ab Oktober Firmenfeiern bewerben, Gutscheine zeigen |
Ideen, die wenig kosten
- Fotografier jedes neue Gericht einmal bei Tageslicht am Fenster, bevor es rausgeht. Ein Foto pro Woche reicht für Google und Instagram.
- Stell dein Team vor: der Koch, die Bedienung, die seit zehn Jahren da ist. Gäste kommen auch wegen der Menschen.
- Schreib das Tagesgericht morgens in eine Story und auf die Tafel. Wer mittags hungrig ist, schaut genau dann.
- Leg einen QR-Code zur Google-Bewertung in die Rechnungsmappe, ohne Gegenleistung.
- Mach aus einem ruhigen Wochentag einen Anlass: Schnitzeltag, Pasta-Abend, Stammtisch. Ein fester Termin ist leichter zu bewerben als „Komm mal vorbei“.
- Biete Hotels in der Nähe eine kleine Karte mit deiner Empfehlung für ihre Gäste an.
- Frag bei Firmenfeiern, ob die Gäste einen Gutschein für Verwandte mitnehmen wollen.

Deine Werbewoche in 30 Minuten
Montag: Bewertungen beantworten
Alle vom Wochenende, kurz und mit Namen. Bei Kritik sachlich, ohne Gegenangriff.
Dienstag: Mittagstisch der Woche
Beitrag, Story und Tafel mit den Gerichten bis Freitag.
Donnerstag: Wochenende vorbereiten
Ein Foto vom Gericht oder vom Gastraum mit Hinweis zur Reservierung.
Freitag: Google-Profil prüfen
Öffnungszeiten, Feiertage, Speisekarte und neue Fotos.
Typische Fehler
- Falsche Öffnungszeiten im Google-Profil. Gäste vor verschlossener Tür schreiben schlechte Bewertungen.
- Eine Speisekarte als unscharfes Foto oder als PDF, das sich auf dem Handy nicht lesen lässt.
- KI-Bilder oder Herstellerfotos von Gerichten, die so nie aus deiner Küche kommen. Gäste merken es spätestens am Tisch.
- Nur posten, wenn es eine Veranstaltung gibt. Dazwischen vergessen dich die Gäste.
- Auf schlechte Bewertungen beleidigt antworten. Die Antwort lesen alle späteren Gäste.
Rechtlich in Kürze
- Am Eingang hängt eine Preisliste der wichtigsten Speisen und Getränke, mit Bedienung und Mehrwertsteuer. Was du online zeigst, sollte dazu passen.
- Gäste, die man auf einem Foto erkennt, müssen zustimmen, auch im vollen Gastraum am Samstagabend. Teller, Küche und leere Tische gehen immer.
- Um Bewertungen bitten darfst du, etwas dafür geben nicht, auch keinen Gratis-Espresso. Werbung per E-Mail oder WhatsApp nur an Gäste, die zugestimmt haben.
Das ist ein Überblick und keine Rechtsberatung. Gesetze und Berufsordnungen ändern sich. Wenn du unsicher bist, frag deine Kammer, deinen Verband oder einen Anwalt.
Häufige Fragen
Welche Werbung lohnt sich für ein Restaurant?
Zuerst das Google-Profil, weil spontane Gäste dort suchen. Danach Instagram oder Facebook für Stammgäste, eine Tafel vor der Tür und Kooperationen in der Nachbarschaft. Bezahlte Anzeigen erst, wenn diese Grundlagen stehen.
Wie mache ich Werbung für mein Restaurant ohne Geld?
Google-Profil vollständig ausfüllen, jede Woche ein echtes Foto zeigen, Bewertungen beantworten, Tagesgericht in Story und auf Tafel, Mittagskarte an Büros in der Nähe. Das kostet Zeit, aber kaum Geld.
Wie fülle ich ruhige Wochentage?
Mit einem festen Anlass, der jede Woche gleich ist: Schnitzeltag, Pasta-Abend, Stammtisch. Den kannst du einmal ankündigen und dann immer wieder zeigen, Gäste merken ihn sich.
Darf ich Fotos von Gästen posten?
Nur, wenn sie zugestimmt haben. Beim vollen Gastraum gilt das für jeden, der erkennbar ist.
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